In Zügen und Bahnhöfen: Barrieren sprengen für mehr Inklusion

Denkt man an Zug fahren, dann denkt man an Unterführungen, Rolltreppen, Bahnsteige, Züge. Einfach einsteigen, einen freien Platz finden, die Seele baumeln lassen und die ruhige Fahrt geniessen. Damit das auch für alle Fahrgäste der Fall sein kann spielt Barrierefreiheit bei der CFL eine wichtige Rolle.

Gerade Menschen mit spezifischen Bedürfnissen oder einem Handicap sind für ihre täglichen Reisen auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. Das Thema Selbstständigkeit und Autonomie ist Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit spezifischen Bedürfnissen ganz besonders wichtig.

„Jeder Kunde, jede Kundin, die Zugfahren will, soll barrierefrei Zugfahren können.“

Bei der Erstellung dieses Artikels sind bereits 44 Bahnhöfe und Haltestellen von insgesamt 68 barrierefrei. Konkret heißt das, dass die Bahnhöfe und Infrastrukturen vor Ort so konfiguriert und eingerichtet sind, dass Zug fahren auch für Menschen mit Rollstuhl, eingeschränkter Mobilität und Behinderung möglich ist.

„Damit Zugfahren – mit oder ohne Behinderung – klappt, müssen viele unterschiedliche Teilbereiche aufeinander abgestimmt sein.“ Patrick, Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit und Umwelt bei der CFL, koordiniert diese Aktivitäten und steht in engem Kontakt mit Vereinen wie InfoHandicap. Seine Mission bei der CFL fasst er kurz und einfach zusammen. „Jeder Kunde, jede Kundin, die Zugfahren will, soll barrierefrei Zugfahren können.“

In Sachen Barrierefreiheit geht Patrick aber noch einen Schritt weiter und prüft gemeinsam mit InfoHandicap und dem Ministerium für Wirtschaft, Abteilung Tourismus, ob die Barrierefreiheit der CFL-Bahnhöfe auch allerstrengsten Kriterien gerecht wird. So werden strenge Kriterien, die auch im Tourismusbereich angewendet werden, ebenfalls auf den unterschiedlichen Bahnhöfen und Haltestellen geprüft.

Bereits 27 Bahnhöfe sind mit dem sogenannten EureWelcome-Label ausgezeichnet worden. Fünf weitere sollen 2026 folgen. Derzeit laufen bereits siebzehn weitere Analysen und Studien, damit die betroffenen Bahnhöfe künftig von allen genutzt werden können. Das Ziel der Barrierefreiheit wird also klar angestrebt, doch die dafür notwendigen Arbeiten sind komplex und zeitaufwendig.

Hilfestellung – ein Anruf genügt

Wenn Personen mit eingeschränkter Mobilität mit dem Zug reisen möchten, bieten Mitarbeitende der CFL-Hilfestellung, gerade dann, wenn eine Haltestelle oder ein Bahnhof noch nicht völlig barrierefrei sind. Unter der Nummer 2489 2489 werden betroffene Kundinnen und Kunden mit dem sogenannten „Service Gare“ verbunden. Für Reisen innerhalb Luxemburgs reicht ein Anruf 1 Stunden im Voraus.

Bei internationalen Reisen sollten Kundinnen oder Kunden mit eingeschränkter Mobilität 24 Stunden im Voraus den „Service Gare“ informieren, da bei manchen internationalen Verbindungen zusätzlich geprüft wird, wie die Reise mit dem Zug am besten geplant werden kann.

Geprüfte Kriterien beim EureWelcome Label : 

• Mindestanzahl an Behinderten-Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Haltestelle / des Bahnhofs
• Barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen (Aufzug)
• Bürgersteig mit maximaler Kante von 2,5 cm
• Mindestbreite bei Türen und Gängen
• Hochkontrastierte Beschilderung mit Grossschrift
• Zusätzliche Orientierungsinformationen in Braille
• Podotaktile Linien
• Angepasste WC-Installationen an den Bahnhöfen

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