„Technologie nutzen, um Ausbilder und Lernende besser zu begleiten und zu unterstützen“

Mit mehr als 206.000 Fortbildungsstunden im Jahr 2025, über 2.000 ausgestellten Bescheinigungen und Zertifikaten sowie einer Vielzahl maßgeschneiderter Weiterbildungsmodule nimmt die Abteilung für Fortbildung und Entwicklung eine zentrale Rolle in der Personalstrategie der CFL ein, wie Angelique Jaskula, Leiterin der Abteilung für Fortbildung und Entwicklung bei der CFL, erklärt.

Wie ist die Weiterbildungsstrategie der CFL angesichts der großen Vielfalt an Berufen organisiert?

„Die Vielfalt der Berufe bei der CFL erfordert eine kohärente und koordinierte Weiterbildungsstrategie. Wir arbeiten eng mit unseren Kollegen aus den verschiedenen Berufsfeldern zusammen, um deren spezifische Bedürfnisse zu verstehen und passende Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig behalten wir eine übergreifende Vision im Blick, die auf den Schlüsselkompetenzen Sicherheit, Qualität, operativer Exzellenz und Innovation basiert.

Dieser Ansatz ermöglicht es uns, sowohl die fachlichen Kompetenzen der einzelnen Berufsfelder zu stärken als auch eine gemeinsame Unternehmenskultur zu fördern.

Unsere Strategie stützt sich auf vier zentrale Säulen, um unsere Ziele zu erreichen und der Vielfalt unserer Berufsfelder und Profile Rechnung zu tragen: den einfachen Zugang zu Lerninhalten durch digitale Module, innovative Lernerfahrungen durch moderne pädagogische Ansätze, Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie eine effiziente Steuerung und Verwaltung von Daten Unsere Kolleginnen und Kollegen sind die Kundinnen und Kunden unserer Weiterbildungsangebote und damit das Herzstück unserer Weiterbildungsstrategie – ebenso wie die externe Kundschaft für die Dienstleistungen der CFL.

Wie wird künstliche Intelligenz in die Schulungen integriert?

Es stimmt, dass künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Einzug in unsere Praxis hält. Im Jahr 2025 haben wir an Lern-Personas gearbeitet, zur entsprechenden Roadmap der CFL-Gruppe beigetragen, ein Chatbot-Projekt zum Thema Eisenbahnvorschriften initiiert und Leitlinien verfasst, um einen ethischen Einsatz in der Schulung zu gewährleisten.

Außerdem untersuchen wir, wie KI unsere Prüfungen weiter verbessern kann. Das Ziel ist einfach: Wir wollen die Technologie nutzen, um die Lernenden gezielter zu begleiten, die pädagogische Qualität zu steigern und sowohl unsere Ausbilder als auch die Lernenden bestmöglichst zu unterstützen. Um alle Kollegen bei der digitalen Transformation zu begleiten, haben wir übrigens auf unserer internen Lernplattform, der CFL e-Academy, das „KI-Starterpaket“ eingeführt: einen einfachen, für alle zugänglichen Kurs, der dabei hilft, künstliche Intelligenz zu verstehen, Copilot sicher zu nutzen und das eigene kritische Denken zu schärfen.

Die CFL ist nach wie vor ein Unternehmen, in dem der Mensch eine zentrale und wesentliche Rolle spielt. Wie lässt sich die Zukunft der Weiterbildung unter Berücksichtigung des menschlichen Faktors gestalten, sowohl aus Sicht des Ausbilders als auch aus Sicht des Teilnehmers?

Für uns steht bei der Weiterbildung nach wie vor der Mensch im Mittelpunkt. Die Ausbilder und Ausbilderinnen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie teilen ihre Erfahrungen, schaffen Vertrauen und begleiten die die Lernenden auf ihrem Weg. Gleichzeitig nehmen auch die Teilnehmenden eine zentrale Rolle ein.

Deshalb entwickeln wir zunehmend individuellere Lernwege, die das vorhandene Kompetenzniveau, das Lerntempo, die persönlichen Bedürfnisse und die Anforderungen des Arbeitsalltags berücksichtigen. Digitale Lösungen schaffen Flexibilität, doch erst der Austausch, die Aufmerksamkeit und das Zuhören ermöglichen nachhaltige Lernerfolge. Die Zukunft der Weiterbildung beruht demnach auf einem ausgewogenen Zusammenspiel von Technologie und menschlicher Interaktion.

Weitere Artikel, die Ihnen gefallen könnten